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15. Juli 2025
Interview: „Finanzen mit Weitblick gestalten“ – Ein Gespräch mit Antje Baudisch, Director Finance
Antje Baudisch leitet den Finanzbereich unserer Unternehmensgruppe, die auf Investitionen in Hotelimmobilien spezialisiert ist. Mit über 25 Jahren Erfahrung in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und operativem Rechnungswesen bringt sie nicht nur tiefes Fachwissen, sondern auch eine klare Vision für die Zukunft mit. Im Interview spricht sie über ihren beruflichen Werdegang, aktuelle Herausforderungen und warum die Integration von Künstlicher Intelligenz in Finanzprozesse für sie ein zentrales Zukunftsthema ist.
Frau Baudisch, wie begann Ihre berufliche Laufbahn im Finanzbereich?
Ganz klassisch – mit einer Ausbildung zur Bankkauffrau. Das war eine sehr prägende Zeit, weil ich dort die Grundlagen der Finanzierung, des Kreditgeschäfts und der Unternehmensbewertung gelernt habe. Diese Kenntnisse helfen mir bis heute – insbesondere im Bereich Immobilien, wo die Anforderungen der Banken an Transparenz und Reporting hoch sind. Anschließend habe ich studiert und bin in die Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung eingestiegen.
Wie geht es weiter?
Ich war rund 15 Jahre in führenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Steuerkanzleien tätig. Dort habe ich eine Vielzahl von Unternehmen betreut – vom Mittelstand bis zum Konzern, in unterschiedlichsten Branchen. Schwerpunkte waren dabei Abschlussprüfungen, steuerliche Gestaltung und die Optimierung von Prozessen. Danach bin ich in die Wirtschaft gewechselt – zunächst in den Handel, später in die Hotellerie – und habe dort über zehn Jahre lang verschiedene Rechnungswesenabteilungen geleitet.
Heute verantworten Sie den gesamten Finanzbereich einer Unternehmensgruppe. Wie ist Ihr Team aufgestellt?
Wir sind derzeit acht Personen, aufgeteilt in die Bereiche Immobiliengesellschaften und Hotelbetrieb. Unser Aufgabenspektrum reicht von Buchhaltung, Controlling und Steuern bis hin zu Finanzierung, Liquiditätsplanung und Reporting. Besonders spannend finde ich die enge Verzahnung zwischen operativem Geschäft, Investitionen und Finanzierung – hier kommt meine bank- und steuerfachliche Erfahrung voll zur Geltung.
Welche Rolle spielt Ihr Steuerberater-Titel in Ihrer täglichen Arbeit?
Er ist eine wichtige fachliche Basis, gerade bei komplexen steuerlichen Fragestellungen oder der optimalen Strukturierung von Unternehmensgruppen. Aber genauso wichtig ist für mich die strategische Perspektive: Wie schaffen wir effiziente, zukunftsfähige Prozesse? Wo können wir uns digital weiterentwickeln?
Was sind aus Ihrer Sicht die zentralen Zukunftsthemen im Finanzbereich?
Die digitale Transformation – insbesondere durch Künstliche Intelligenz. Ich sehe enormes Potenzial, repetitive Tätigkeiten zu automatisieren, präzisere Analysen durchzuführen und Entscheidungsprozesse zu unterstützen. Gleichzeitig müssen wir die steigenden regulatorischen Anforderungen – etwa von Banken – vorausschauend erfüllen. Der Finanzbereich wird sich in den kommenden Jahren stark verändern, und ich freue mich darauf, diese Entwicklung aktiv mitzugestalten.
War Sie persönlich besonders motiviert in Ihrer Arbeit?
Ich arbeite sehr gerne im Team, teile mein Wissen und entwickle Prozesse weiter. Mich begeistert es, wenn die Finanzabteilung nicht nur zuverlässig arbeitet, sondern auch zum unternehmerischen Erfolg beitragen kann. Es geht um mehr als Zahlen – es geht um Mitgestaltung.
Welchen Rat würden Sie jungen Talenten geben, die im Finanzbereich durchstarten wollen?
Seien Sie neugierig, denken Sie vernetzt und lassen Sie sich auf neue Technologien ein. Die Anforderungen im Finanzbereich steigen, aber damit wachsen auch die Chancen. Wer zusammenhänge versteht und bereit ist, Verantwortung zu übernehmen, wird in dieser Branche viel bewegen können.

